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Back to South America part 2: Bolivia

Arriving in La Paz, I was stunned! I felt like back home. As if not 3.5 years would have passed, but only a few weeks. I navigated through the terminal, ignoring the taxi drivers. I went to the same spot on the street I always went to catch a Micro (these kind of vans used for public transport) to get to my home for the next ten days: la casa de la familia de Ximena, a good friend of mine.
Together we went through La Paz and I got to see all the things that have changed: Some new buildings here and there, some new and fancy cafés, a new mall and, most important: some new cable car lines. So we also discovered La Paz from very high up =). In all the time, La Paz hasn’t lost any of its charm, it’s still a very adventurous, partly chaotic, super special and amazing city. I got to visit all my old friends from university, we went out to party in old

and new places and it felt as if I would have never left.
I also visited the colleagues of the time of my internship there, and could even attain a workshop on solar powered irrigation systems, with Reinhold as a trainer. The workshop was organized by GIZ and hold at my old university, I even found myself standing at the speakers desk, giving a short presentation about one of the topics =D.
I could have spent more days or even months in La Paz, but I still had a very big open point for my journey: Brazil. So I took a bus to Santa Cruz, in the eastern low lands of Bolivia, a god 17 hours bus ride. There I spend some days with friends of friends and was getting used to some higher temperatures, my winter boots were packed deep deep down in my backpack. Santa Cruz is very contradictory to La Paz: its way warmer, the streets are wide and traffic is well organized and there are many big parcs (with some of them being full of huge mango trees). Santa Cruz also has a huge botanical garden. For sure the biggest one I have ever seen. It took a good two hours to get from one side to the other!!
From Santa Cruz it took another 10-hour bus ride to get to the boarder of Brazil. I finally did it, I made it into Brazil 🙂

La Paz – ABC

Nachdem ich damals ein ABC zu Peru gemacht habe, hier das gleiche mal auf La Paz bezogen 🙂

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Plaza Avaroa:
In La Paz gibt es nicht wirklich viele grüne Ecken, Parks oder Entspannungsmöglichkeiten. Durch die limitierte Fläche auf Grund der Topografie werden eher neue Hochhäuser gebaut, als unrentable Grünflächen anzulegen… Umso glücklicher bin ich, dass ich zumindest den Plaza Avaroa direkt vor meiner Haustür habe, ein Platz mit ein paar Bäumen und Rasenflächen in dem man gut mal entspannen und die Sonne genießen kann.

Briefe:
Leider schaffen es die wenigsten Briefe/Päckchen zum Empfänger. Zumindest, wenn sie außerhalb von Bolivien abgeschickt werden. Immerhin 2 Postkarten und ein Brief haben den Weg geschafft. Auf das Weihnachtspäckchen meines Bruders und viele Briefe wartete ich bis zum letzten Tag vergebens…

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Schneller als das Licht

Der Papst kam nach Bolivien! Und in meine Stadt La Paz! Ein Spektakel, dass ich mir nicht entgehen lassen konnte. Ganz Bolivien hat seit Monaten auf diesen Moment gewartet, in La Paz wurde der Mittwoch zum Feiertag ernannt. Nach 6 Stunden des Wartens (selbst der Papst verspätet sich in Bolivien) bekamen wir ihn dann zu sehen. Leider wurde wegen der Verspätung die Straße zur Rennstrecke umdeklariert, der Papst sauste mit quasi Lichtgeschwindigkeit vorbei :D. So kam es nach der Wartezeit zumindest vor…
Aber wann bekommt man schon einmal so eine Gelegenheit geboten und 6 Stunden ist in Bolivien ja auch nicht soo viel 😀

Reunión

Nachdem wir uns über 7 Monate nicht mehr richtig gesehen haben, kam mich Mitte März mein kleines Brüderchen Patrik in La Paz besuchen. Von meiner Arbeit bekam ich 2 Wochen frei, um Zeit zu haben, den Bolivienguide zu spielen.
Die ersten Tage verbrachten wir in La Paz: Stadtwanderungen auf denen wir von allen Straßenständen das Essen probierten, der riesige Markt in El Alto, Quad fahren, VIP-Kino, Besuch in einer Uni-Vorlesung (bei der Patrik zwei mal das Glück hatte und ausgelost wurde um eine Frage zur Strömungslehre zu beantworten 😀 ), Seilbahn fahren, Valle de la luna, in den Zoo und natürlich eine kleine Houseparty 😛

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Dann brachen wir auf, um ein bisschen mehr von Bolivien zu sehen: die Salar de Uyuni, Cochabamba, den Nationalpark Torotoro, den Takesi-Trek und el camino de la muerte!!!
Bald mehr 😉

 

La Católica

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Und plötzlich ist es vorbei! So schnell wie mein erster Unitag Anfang August begann, endete mein Auslandssemester in Bolivien nach vier Monaten wieder. Ein guter Zeitpunkt für einen Rückblick über das Studentenleben an der „Universidad Catholica Boliviana“, UCB:
Zu Semesterstart Anfang August gab es für die neuen Austauschstudenten eine kleine „Willkommensveranstaltung“, bei der wir (drei Deutsche mit Hans und David, eine Brasilianerin, eine Peruanerin und eine Argentinierin) begrüßt und willkommen geheißen wurden. In den folgenden Tagen konnten wir dann unsere Fächer wählen. Aus dem Fächerkatalog des Umweltingenieurs (Ingenieria Ambiental) habe ich mir die Fächer Umweltchemie und Ökologische Geografie Boliviens ausgesucht. Aus Interesse habe ich noch die Fächer „Kultur Boliviens“ und „Sportpsychologie“ aus anderen Studiengängen belegt. Man muss ja nen bisschen über den Tellerrand schauen :D.

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tolle Leute!

In den Vorlesungen wurden wir dann ab der ersten Stunde gut integriert und eingespannt. Es gibt hier in La Paz eine deutsche Schule, diese gehört neben dem französischen College und einer amerikanischen Schule zu den besten Schulen in La Paz. Diese Schule ist jedoch relativ teuer, so können sich nur Eltern der oberen Schicht erlauben, ihre Kinder auf diese Schule zu schicken. Ein Großteil dieser Schüler geht im Anschluss auf die UCB. Da das eine private Uni ist, und hier auch hohe Studiengebühren erhoben werden, können sich auch hier nur die Kinder der oberen Schicht etablieren. So gibt es viele Studenten, die gut Deutsch sprechen und ich hab das Gefühl, dass das Interesse an uns drei deutschen Studenten daher auch relativ groß ist. Wir wurden auf jeden Fall gut von den Studenten aufgenommen und haben unter ihnen gute Freunde gefunden.
Die Fächer sind ein bisschen strenger geregelt, als an der HAW in Hamburg. Insgesamt

Sauerstoffkreislauf :D
Sauerstoffkreislauf 😀

noch ein bisschen verschulter (was kaum zu glauben ist ;D ). Es herrscht Anwesenheitspflicht (wobei nicht so wirklich klar ist wie oft man fehlen darf – Semesteranfang hieß es 3x, mittlerweile heißt es 8x), es gibt Referate, Hausaufgaben, Leseüberprüfungen von wissenschaftlichen Texten, sowie Zwischenprüfungen während des Semesters. Nur wenn eine gewisse Anzahl an Punkten während des Semester erreicht sind, darf man an der finalen Abschlussklausur teilnehmen.

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Der kleine Park

Trotz Sprachdifferenz schlagen wir drei Deutsche uns in den Fächern ziemlich gut, sind sogar im oberen Mittelfeld der Klasse was die Punkte während des Semester angeht. Was die Vorträge angeht (bisher habe ich 4 Referate halten müssen, sowie 2x meine Hausaufgaben frei an der Tafel erläutern) hat man auch keine großen Probleme, eine gute Vorbereitung vorausgesetzt :D. Es war auf jeden Fall immer sehr lustig vor der Klasse stehen, seine Sprachschwierigkeiten mit Humor ausgleichend.

Die UCB ist wirklich eine schöne Universität, die ich zurück an der HAW mit Sicherheit vermissen werde (wahrscheinlich auch schon während meines Praktikums hier in La Paz). DSC06944Durch die teuren Studiengebühren steht hier genug Geld zur Verfügung, was gut für eine angenehme Studienatmosphäre und Ausrüstung investiert wird. Die Highlights sind bestimmt der kleine Park auf dem Gelände, sowie die superbequemen Chillsofas in der Bibliothek (in denen ich viel Zeit lesend, quatschend und schlafend verbracht habe :D).

In den vergangenen Tagen hatte ich meine finalen Klausuren, und nun: FEEEERIEEEEEN !!!
Bis mein Praktikum Anfang Februar beginnt, werde ich die Zeit für eine Süd-Südamerikatour starten.
Auf dem Programm steht Chile bis runter nach Feuerland, Argentinien, Uruguay, Brasilien und Paraguay. Reiseberichte folgen

 

Über dem Wolkenmeer

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Der Huayna – Potosí

Am letzten Wochenende ging es mal wieder in die Berge. Auf den Huayna Potosí und damit höher als je zuvor. Die Tour startete am Freitagmorgen. Mit dabei waren neben Hans und mir drei weitere „Abenteurer“ sowie drei Guides. Mit einem Mini wurden wir zum Basislager des Huayna’s gebracht, immerhin schon mal auf 4800 Höhenmetern. Von dort aus starteten wir eine erste Expedition auf einen Gletscher, um uns an unsere Ausrüstung 20141128-DSC06832zu gewöhnen: Steigeisen für die Füße und Eispickel für die Hände. Nach einigem Rumgehen auf dem Eis wagten wir uns an eine 90° Steilwand (natürlich auch aus Eis), die wir hochkletterten. Am nächsten Morgen machten wir uns zum Höhenlager (5300m) auf. Beladen waren wir dabei mir der ganzen Ausrüstung, die wir für die Besteigung des Gipfels brauchen sollten, was die Sache ein bisschen schwerer machte. Nach ein paar Stunden Wanderung kamen wir dann relativ erschöpft im Höhenlager an und hatten den Rest des Tages bis auf Essen und Ausruhen nichts zu tun. Um 7 Uhr abends versuchten wir zu schlafen, was natürlich nicht ganz so optimal klappte. Doch um Mitternacht war wieder Aufstehzeit. Nach dem Frühstück und Anlegen der Ausrüstung (wir fühlten uns wie richtige 20141130-DSC06893Abenteuerforscher auf einer Eis-Expedition, mindestens!) ging es unter Sternenhimmel auf die letzte Etappe. Angeseilt an unseren Guide stapften Hans und ich durch den Schnee, hinauf hinauf hinauf. Da unsere Dreiergruppe die ersten Besteiger dieses Tages waren und es frisch geschneit hatte, mussten wir uns den Weg durch den Schnee bahnen, was die Sache nicht gerade einfach machte. Doch wir kämpften uns immer weiter nach oben. Durch Schnee und Nacht. Wegen der Höhe und der dünnen Luft waren immer nur ein paar Minuten des Vorrankommens drin, bevor man wieder eine kurze Verschnaufpause machen musste. Es war einfach verdammt anstrengend. Doch Meter für Meter kamen wir vorwärts. 20141130-DSC06868Dann, nach 4 Stunden Nachtwanderung, erhob sich neben uns langsam der Gipfel des Berges in der Morgendämmerung. Motivationsschub. Alle Zweifel verflogen. Die letzten 100 Höhenmeter ging es auf einem schmalen Grat zwischen zwei Abhängen nach oben. Der Gipfel kam immer näher und näher. Dann ein paar letzte Schritte und ein überragendes Gefühl. Wir hatten es geschafft! 6088m über dem Meer. Das Meer was wir jetzt sehen konnten, bestand aus Wolken, über die sich langsam die Sonne erhob. Begeisterung, Stolz, Erschöpfung, Staunen. Wir hatten es echt geschafft. 20141130-DSC06865