Takesi – Auf dem Weg der Prä-Inkas


Aqui el artículo en español !!

Nach einem Ruhe(-und Vorbereitungs-)Tag machten Patrik und ich uns früh morgens auf. Per Collectivo fuhren wir nach Ventilla wo wir unsere Wanderung begannen. Noch ging es nicht auf dem Prä-Inka Weg, sondern einer Schotterpiste Richtung Bergdörfchen Choque Khota. Hier erlebten wir etwas prächtiges: Wir wurden von einem Laster überhohlt, der das Dorf mit Lebensmitteln versorgte. Er fährt vorbei, die beiden Insassen grüßen uns nett. 5 DSC08821Meter später hält er an und reicht uns eine 2-Liter-Wasser Flasche herraus. Als wir etwas später selber das Dorf erreichen und den Lasterinsassen wieder begegnen und uns bedanken bekommen wir zu hören: „Gracias para visitar mi pais“. Solche Situationen machen immer wieder deutlich, wie gastfreundlich, hilfsbereit und herzensgut die (meisten) Bolivianer sind.
Nach einiger Zeit erreichen wir dann auch den eigentlichen Weg der Wanderung. Was IMG_20150331_130241zuerst nur ein Steinpfad ist, wird langsam ein breiter, gepflasterter Weg, der sich zu einem 4700m hohen Pass windet, den wir überqueren müssen.
Das Wetter spielte leider nicht ganz mit, Wolken, Regen und am Pass angekommen, sogar Schnee. Von der eigentlich herrlichen Aussicht über das Gebirge sehen wir nichts… Aber wir sind froh, den Pass geschafft zu haben und nun „gemütlich“ absteigen zu können.
Nach ein paar Stunden finden wir einen kleinen Platz zum zelten, jedoch auf Grund der Nässe kein gutes Holz für ein warmes Essen… Am nächsten Tag brechen wir früh auf, und stapfen durch die immer dichter werdende, mitlerweile tropische Vegetation. Mittags DSC08853erreichen wir die Zivilisation: Eine Straße, eine Mine und ein Wasserwerk. Ein Mitarbeiter des Wasserwerks nimmt uns in seinem Pick-up mit und erspart uns 2 Stunden Wanderung an einer Straße entlang. Wir kommen in Yanacachi an und erfahren, dass die Busse nach La Paz immer erst um 5 Uhr morgens fahren. Nach einem Mittagessen kommen wir in einem Schulbus unter, der uns mit nach Florida nimmt. Dort erwischen wir noch 2 Plätze in einem supervollen Landbus (natürlich auch wieder mit Huhn): Patrik vorne beim Fahrer, ich in der letzten Reihe zwischen ein paar Bolivianern.
Das Abenteuer war aber noch nicht vorbei: Nach ca 30 Minuten fahrt hält der Bus und fährt DSC08890nicht weiter. Grund: Genau vor uns sind ein paar dicke Steine runtergekommen. Nach Zeit des Zögerns sind diese aber von uns von der Straße geschafft. Doch hinter der nächsten Kurve warteten bereits mehr Autos und Collectivos, denn dort gingen richtige Erd-und Steinrutsche runter. Zwar waren 2 Planierraupen im Einsatz die immer wieder die Straße räumten, jedoch gingen immer wieder neue Erdrutsche los, während sich die wartenden Bolivianer gefährlich nahe an diese Stelle wagten. In der Pause zwischen den herunterkommenden Steinen wagte sich der Bus unter der Gefahr her. Jedoch ohne die meisten Passagiere. Unter einem großen Adrenalinschub sprinteten wir auch auf der Straße unter der Gefahr hindurch und waren froh wieder im Bus zu sein. Dieser brachte uns dann auch gut wieder zurück nach La Paz.


Die restlichen Tage mit Patrik verbrachten wir in La Paz, mit dem Fahrrad die Death-Road runterfahrend und über die Märkte schlendernt… Eine wirklich tolle Zeit, in der ich noch viel von Bolivien kennengelernt habe.

Ein Gedanke zu “Takesi – Auf dem Weg der Prä-Inkas

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