Klassenfahrt die zweite!

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Ende April wurde wieder gereist: Es ging mit meiner alten Uniklasse „Patrimonio Cultural de Bolivia“ auf Klassenfahrt nach Sucre und Potosí. Obwohl ich nicht mehr in dem Kurs bin, durfte ich trotzdem mit und kam so in die zwei Städte, die mir bisher noch gefehlt haben. Am Mittwochabend startete die Tour, wie immer im Nachtbus, sodass wir am Donnerstagmorgen in Potosí ankamen. DSC09032
Der ehemals silberreiche Berg „Cerro Rico“ machte Potosí im frühen 17 Jahrhundert zu einer der größten Städte der Welt, die Spanier ließen auf Kosten der indigenen Bevölkerung tausende Tonnen Silber aus dem Berg fördern und nach Spanien schaffen. Bis heute arbeiten tausende Mineros in den Stollen der Minen, fördern jedoch größtenteils andere Mineralien.
In Potosí stadt als erstes die Besichtigung des Münzhauses auf dem Programm. Hier ließen die Spanier das Silber zu Münzen verarbeiten, die dann nach Spanien und in die Welt geschifft wurden. Etwas später machten wir dann eine Besichtigung einer Mine. Da es DSC09005brauch ist, den Minenarbeitern etwas mitzubringen, machten wir an einer Straßenecke halt. Dort gab es alles zu kaufen, was man unter Tage so braucht: Coca, Getränke, Zigaretten, Dynamit und Zünder… Von letzterem hab ich lieber meine Finger gelassen, auch wenn der Preis von 2 Euro für das Paket aus Dynamitstange, Pulver und Zünder recht fair klang :D…
Unter Tage erlebten wir mal wieder eine Tour, wie sie nur in Bolivien möglich ist: Eine Guide für 20+ Studenten, ausgerüstet mit Gummistiefeln, Helm und Kopflampe, die durch Minengänge stolpern, während 25m von uns entfernt Sprengungen durchgeführt werden. Aber da kann ja nichts schiefgehn!
Die Mineros selber arbeiten unter denkbar schlechten Bedingungen, manchmal Tage ohne Schlaf. Hier gilt: je mehr ein Einzelner fördert, so mehr verdient er… DSC09108
Am nächsten Tag ging es dann nach Sucre eine wunderschönen Kolonialstadt, in dem wir ein Kulturprogramm bekamen, Kirchen, Klöster und Museen. Abends wurde immer nett gefeirt, wie es sich für Klassenfahrten gehört.
Die Zeit war leider auf 4 Tage begrenzt, so ging es am Sonntagabend wieder zurück nach La Paz. Die Fahrt dauerte wegen eines Reifenproblems und Buswechsels 7 Stunden länger, aber was sind hier schon 7 Stunden…

Mal wieder eine supercoole Klassenreise. Die könnte es meiner Meinung nach in Deutschland auch ein bisschen öfter Mal geben 😀

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