Ein Königreich für ein Krokodil

Nach 8 Wochen fast durchgehend auf 3500+ Meter, gab es vor 3 Wochen eine kleine Hoehenumstellung. Zusammen mit meiner Mutter, die gerade in Bolivien unterwegs war, fuhr ich in den Dschungel nach Rurrenabaque, auf 200 Metern liegend.
Dank meiner Mutter war die Wahl zwischen Anreise mit dem Bus (18 Stunden fahrt) oder Flugzeug (40 Minuten Flugzeit) einfach. Der Flieger war dafuer sehr kuschelig klein (sehr zum Vergnuegen meiner Mutter =D ).

Unser Fliegerchen
Unser Fliegerchen

Im “Flughafen” von Rurrenabaque angekommen merkten wir, dass nicht nur die Hoehe sich geaendert hat, sondern natuerlich auch das Klima. Aus dem kalten, trockenen, hohen La Paz kamen wir in die Dschungelhitze. Den ersten Tag in Rure musste ich dann leider mit Fieber im Bett verbringen, am Vortag hatte ich mir wohl irgendwas eingefangen. Aber in einem 5-Sterne Hotel zu deutschen “Unter-Jugendherbergs-Preisen” erhohlt es sich nunmal ganz gut, am naechsten Tag war ich wieder fit. Um am besten die Natur kennen zu lernen,  buchten wir in der Stadt bei einem der vielen Tourenanbieter eine 3-Tages-Tour in die Pampa!
Am folgenden Tag ging diese los. Fuer 5 Studen ging es in einem Auto ueber eine schoene Hobbelstrasse. Mit dabei waren 2 Belgier und unser Guide. Die Fahrt fuehrte uns in einen Nationalpark, nach weiteren 20 Minuten im Boot einen Fluss hoch kamen wir in unserer Ecolodge an. Diese war der Ausgangspunkt der “Expeditionen” der naechsten Tage. 20140921-DSC06156-2Zusammen mit unserem Guide fuhren wir viel auf dem Fluss entlang und konnten so die enorme Tierwelt entdecken. Noch nie habe ich so viel verschiedenes Leben gesehen: Alle paar Meter erwarteten uns Alligatoren oder Kaimane oder Wasserschildkroeten, die meist schnellstmoeglich im Wasser verschwanden, die verschiedensten Vogelarten, von Adlern über Reiher bis zu Eisvoegelarten, Affen in den Waeldern, die groessten Nagetiere der Welt „Kapybaras“ und sogar Flussdelfine. Bei den Fußtouren durch die Pampa gab es in Baumstaemmen versteckte Boa Constrictore und Varane zu bestaunen, sowie gaaanz viele Affen in den Baeumen. Die Anacondas haben sich leider zu gut vor uns versteckt…

Continue reading

Tiwanaku – „Setz Dich nieder, kleines Lama“

Eine kleine Reise in die Vergangenheit der Vor-Inka-Kultur machten Hans und ich vor mittlerweile einigen Wochen. Nachdem wir in unserer Vorlesung “Patrimonio Cultural de Bolivia” schon einiges ueber Tiwanaku (Uebersetzung im Titel! ) gelernt haben, machten wir uns von La Paz aus auf die Reise, um uns das ganze mal mit den eigenen Augen anzugucken.
Angekommen erstmal ein  kleiner Schock! Der Eintritt fuer “Nationale Studenten” betrug 3 Bolivianos, Auslaender zahlen 80!! Der Kartenverkaeufer hat uns dann trotz Studentenausweise der Bolivianischen Universitaet nicht die 3-Bolis-Tickets verkaufen wollen! Ladrones!
Die Steine waren dann… ziemlich steinig.

 

Copacabana-Abenteuer

Die Reise zur Sonneninsel “Isla del Sol” war der Plan von Hans, Georgi, Carla, Karen und mir! Nach einer ca drei Stunden fahrt kamen wir in Copacabana an, einer Stadt am Rande 20140831-DSC05922des Titicaca-Sees. Nach der Ankunft und dem Einchecken im Hostel machte sich der erste Hunger bemerkbar und ein Boot brachte uns zu schwimmenden Schilf-Inseln am Rande des Sees, wo fuer uns ein paar frische Truchas (Forellen) aus dem Wasser geholt wurden. Eine Viertelstunde spaeter konnten wir diese dann auf unseren Tellern wiederfinden. Super deli!!! :)
Am Tag darauf machten wir uns auf den Weg zur Isla del Sol, die wir nach einer laengeren Bootsfahrt auf der Suedseite erreichten. Unser Plan war dann, bis zur Nordseite der Insel zu laufen und uns ein Boot zurueck zu schnappen. Ohne Karten oder naehere Infos20140829-DSC05878 machten wir uns auf dem Weg, was uns nachher fast zum Verhaengnis wurde:
Wir wanderten und wanderten, doch konnten wir den Hafen der Nordseite nicht finden. Dann, nach fast 4 Stunden Wanderung kamen wir runter ans Wasser, doch der vermutete Hafen lag noch weit weg, wie uns ein Einwohner erklaehrte. Er brachte uns dann mit einem Boot fuer ein kleines Weggeld dorthin. Angekommen realisierten wir dann, dass wir 2 Stunden zu spaet fuer die Boote der Nordseite waren. Fuer ein bisschen mehr Weggeld brachte uns unser Bootsfuehrer dann zurueck zur Suedseite, wo wir noch soeben das letzte Boot zurueck nach Copacabana erwischten. Es hatte schon abgelegt und war auf dem Weg, aber wir konnten es noch entern =D. Naechstes Mal wird besser geplant. Wobei die besten Abenteuer ja immer ohne Planung entstehen =D.

Machu Picchu

Nach gut einer Woche in der Region von Cusco, machte ich mich auf den Weg nach Machu Picchu, um eines der “Weltwunder” zu bestaunen.

Schon die erste Etappe war spannend:
Per Transporter ging es von Cusco aus 7 Stunden bis nach Hydroelectrica, der Ausgangspunkt einer Wanderroute, um nach Aguas Caliente zu kommen. Aguas Caliente ist ein kleines Städtchen in der Nähe von Machu Picchu. In Hydroelectrica startete eine Route entlang von Bahngleisen (man  hätte das ganze auch per Zug zurücklegen können aber das wär ja langweilig gewesen ;D ), eine wirklich schöne Route über Brücken, am 20140727-DSC05735Dschungelrand entlang, neben einem Fluss, während man an einigen Stellen weit über einem schon die ersten Terassen der alten  Inkastadt sehen konnte. Da wir erst relativ spät mit dem Transporter ankamen, wurde es zum Ende der Wanderung langsam düster, bis es dann ganz dunkel war. Zum Glück hatte ich an eine Taschenlampe gedacht.

Es puis, en entrant dans l’obscurité,
les nuages en haut,
la jungle autour,
on entre dans le silence

In Aguas Caliente  dann der Touri-Schock. Aber das war ja abzusehen :D. Nach einer Nacht im Hostel machte ich mich am nächsten Morgen um 5 Uhr auf den Weg. Per Bus (man hätte auch gaaaaanz viele Treppen laufen können, aber das war mir zu früh :D ) fuhr ich zum Eingang von Machu Picchu. Nach ein bisschen anstehen machte mich auf den Weg zum Wayna Picchu, einem Berg, von dem man eine super Aussicht auf die Ruinen hat. Dort konnte ich dann den Treppen nicht entkommen ;D.
Im Anschluss machte ich eine 3-Stündige Wanderung zu abgelegenen Ruinen, ich wollte mich noch nicht so in das Touristenmeer stürzen. Bei der Wanderung traf ich dann tatsächlich auch auf niemanden, bis auf Treppen :D.
Nach der Wanderung schnappte ich mir noch einen Guide, der mich eine Stunde durch Machu Picchu führte und mir die wichtigsten Dinge erklärte. (Was ganz gut war, ansonsten sieht man nur Steine und Mauern…)20140728-DSC05753
Am Abend machte ich mich dann an den Abstieg, diesmal ohne Bus aber mit Treppen und war dann abends ziemlich schnell und k.O. im Bett.
Am folgenden Tag gönnte ich mir noch ein heißes Thermalbad und machte mich dann auf dem Rückweg nach Cusco. Von dort nahm ich direkt einen Nachtbus nach Puno, einer Stadt am Rande des Titicacasees, wo ich mich zum Mittagessen  mit meiner Familie wiedertraf. Dort musste ich dann Abschied nehmen, denn für mich ging meine Reise zurück nach La Paz.

 

Peru-Trip

Nach viel zu langer Zeit mal wieder ein Eintrag, leider ist mein Internet zu Hause gerade auf Reisen, sodass ich von meinen Reisen nicht berichten konnte. Nun habe ich mich mal ins Internetcafé gequaelt und berichte von hier :D…

Nach ein paar Tagen in La Paz machte ich mich auf nach Peru. Per Nachtbus ging es von La Paz nach Cusco. Dort traf mich mit meiner Familie zum Fruehstueck, sie war auch gerade in Cusco und kurz vor Aufbruch zu ihrer Macchu Piccu – Tour. Die folgenden Tage verbrachte ich in Cusco und Umgebung, machte ein paar Tagestouren zu verschiedenen alten Inkasteinzeugs und lernte dabei immer wieder coole und verrueckte Leute kennen :)

 

20140720-DSC05546

Schneegestöber auf dem Cumbre

Bevor ich von meiner kleinen Peru-Reise berichte, noch ein paar Fotos von einem Cumbre-Abenteuer. Gemütliches Schlittenfahren ist doch nichts gegen Abfahrten in einem LKW-Reifen auf 4700m Höhe :D

This slideshow requires JavaScript.

Und plötzlich war ich da…

Die letzten Wochen in Deutschland verflogen unglaublich schnell. Nach der letzten Klausur verblieben sechs Tage mit Feierei, Finale, Auszug aus dem Wohnheim, und vielen Abschieden.
Die Reise nach La Paz war natürlich anstrengend: Als ich von Frankfurt über Madrid und Lima nach 25 Stunden am Flughafen in El Alto ankam, war ich erstmal platt. Auch die Höhenluft war merkbar, wenn auch nicht allzu stark wie erwartet.
Am Flughafen wartete schon ein Taxifahrer, der mich bis zu meiner Wohnung in La Paz brachte. Dort die Überraschung: Ich wohne wieder ganz oben im 17. Stock! Die recht große Wohnung teile ich mir mit 2 netten Bolivianern und einer Katze. Ich bin gespannt, wie sich das WG-Leben so entwickelt.
Nach 2 Tagen in La Paz kann ich schon ein kleines Fazit ziehen:
-Es ist kalt. Zumindest, wenn man aus Deutschland sommerliche Temperaturen gewöhnt ist.
-Es ist billig. Da macht das Essen natürlich umso mehr Spaß J
-Es lässt sich gut feiern gehen. Wenn man die richtigen Orte oder Leute kennt.

Mehr in Kürze !